Mehrgenerationenparks

Zunehmend, beginnend um das Jahr 2000, werden im kommunalen Raum Mehrgenerationenparks als Freiraumangebote geplant. Die Gründe sind nachvollziehbar und logisch. Hatte man sich etwa ab den 60er Jahren verstärkt um Kinderspielplätze bemüht, musste man nach der ersten Euphorie erkennen, dass diese Konzeption entscheidende Bürgergruppen nicht berücksichtigt und dabei Kinder und deren Spielverhalten eher selektiert als fördert. Heute weiß man durch umfassende fachübergreifende wissenschaftliche Erkenntnisse und die damit bekannt gewordenen Studien, dass Kinder für eine positive soziale Entwicklung auch Erwachsene und hier besonders ältere Mitbürger benötigen. Das gilt auch umgekehrt für die Senioren. Man hat erkannt, dass Gesellschaft nicht durch Selektion der Altersgruppen funktioniert sondern nur durch ein Miteinander. Das sind entscheidende Gründe zu Gunsten von Mehrgenerationenparks.

Die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS) hat auch hier maßgeblichen Anteil, dass sich das Bewusstsein zu Gunsten von Mehrgenerationenparks verändert hat. Schon sehr früh haben wir empfohlen, das Kinderspielplatzkonzept und hier in der Summe den Spielplatzleitplan im kommunalen Raum zu überdenken und in den Planungen darauf zu achten, dass sich in diesen Kinderspielplätzen auch Erwachsene angesprochen fühlen. Wie breit unsere Kompetenzen hierzu angelegt sind, sollen einige, nachfolgend aufgezählte bundesweite Kontakte zum Thema Generationenparks belegen.

Georgsmarienhütte Antoniuspark, Lintorf Mehrgenerationenpark *), Biedenkopf Badgelände, Haiger Steigplatz, Idstein Wörsbachaue, Bürgerpark Jossgrund, Birstein Fischborn – Weg des Wassers, Stuttgart Wilhelma Wasserspielbereich, Bad Kreuznach Viktoriastift, Georgsmarienhütte Städtebauliches Konzept Harderberg, Mörfelden-Walldorf Europäisches Buddhistisches Zentrum, Burg Starnberger See – Jugendburg (inkl. Innenraumkonzeption), Althengstett Generationenpark, Bürgerpark Hanau.

*) Im Jahre 2005 planten und bauten wir den ersten Mehrgenerationenpark in Niedersachsen (Lintorf). Für die damalige Zeit war das ein stark beachtetes Innovationsprojekt. Über 500 Menschen bauten an mehreren Wochenenden unter der fachlichen Anleitung der FFS auf einer Freifläche von etwa 7.000 Quadratmeter einen Begegnungsraum für alle Generationen. Das Konzept funktioniert bis heute. Vandalismus ist durch die anhaltende soziale Kontrolle nicht bekannt. Nachfolgekonzepte bis in den Osnabrücker Raum hinein belegen den Erfolg.

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