Team

Das Team der FFS stellt sich vor

Stand: März 2017

Planung und Forschung

Die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS) besteht seit 1979 und wurde in Baden-Württemberg gegründet. Seit 17 Jahren befinden wir uns in Mittelhessen und hinterlassen mit 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die fachübergreifend planen, erfolgreich Spuren. Das bundes- und europaweit. Bei der FFS handelt es sich um eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit anwendungsorientierter Grundlagenforschung für die bei uns eingebundenen Aufgaben der Landschaftsarchitektur. Ein ständiger Austausch mit der Universität Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Klaus Fischer) findet seit nunmehr knapp 15 Jahren statt. Daraus ziehen wir Schlussfolgerungen für unsere zu bearbeitenden Planungsaufgaben. Nach unserem Kenntnisstand ist diese Konstellation europaweit zu dieser Thematik einmalig.

Planung und Planungsinhalte

Unsere methodischen Inhalte gehen in der Regel vom naturnah ausgerichteten und generationsübergreifenden Ansatz aus, da wir aus mehreren Forschungsvorhaben nachweisen können, dass es sich bei dieser Betrachtungsweise um die Förderung einer optimalen kindlichen Entwicklung sowie vernetzten Lernförderung handelt. Gleiches gilt zunehmend im öffentlichen Raum bei der Planung von Kinderspielplätzen und Mehrgenerationenparks. Dieser Mehrgenerationenansatz wird inzwischen aus sozialintegrativer Sicht favorisiert. Stets planen wir mit den Betroffenen im Rahmen einer Planerrunde unter aktiver Beteiligung der jeweiligen Träger und den Bürgervertretern vor Ort. Kinder und Jugendliche eingeschlossen. Der Vorteil liegt bei diesem methodischen Vorgehen auf der Hand. Bereits im Vorfeld kann man so Konsens herstellen und auf machbare Lösungen Einfluss nehmen. Die fachliche Anleitung und Moderation im Rahmen der Bürgerbeteiligung übernehmen zwei fachübergreifend geschulte Personen der FFS. Sie sind die „Handwerker“ und Garanten für ein zielführendes Ergebnis, das sich an den rechtlichen Vorgaben, dem vorgegebenen Kostenrahmen, dem zu erwartenden Pflegeaufwand und den Richtlinien der DIN EN orientiert. Das gilt auch für Kindergartenfreibereiche und Schulhofplanungen *).

Der „Schulhof als Forscherlabor®“ *

Hatte man in der Vergangenheit den Schulhof als eher unstrukturierte Pausenhoffläche verstanden, hat sich im Rahmen der Auseinandersetzung mit lernfördernden Hilfen diese Freifläche im Bewusstsein neuerer pädagogischer Zielsetzungen inhaltlich zum Schul(pausen)hof verändert. Man erkannte, dass es sich hier um einen bedeutsamen pädagogischen Raum handeln kann. Das sofern man seine Methodik im Rahmen der Lehre dahingehend verändert und den Schülern die Möglichkeit gibt, auch draußen arbeiten zu können. Das setzt natürlich voraus, dass der Schulhof bewegungs- und sinnesanregend umgestaltet wird. Das im Sinne einer fachübergreifenden Nutzung und mit Angeboten von „Grünen Klassenzimmern“. Das Team der FFS hatte hierbei maßgeblichen Anteil durch Planungs- und Forschungsvorhaben bei dieser Bewusstseinsveränderung, die immer mehr in Schulen greift.

Völlig neu und innovativ ist die konsequente Fortentwicklung des Schulhofes zu einem Forscherlabor bzw. Forscherhof ®. Das gilt für alle Schularten, wenngleich die Planungsinhalte für jede Schule entsprechend ihrer Bildungsschwerpunkte differenzierter betrachtet werden. Es handelt sich dabei um ein Konzept, welches zum Beispiel den Satz des Pythagoras real und praxisnah über eine Überdachung mit entsprechend geometrisch aufeinander abgestimmten Kommunikationsangeboten zum Forscherlabor macht. Gleiches gilt auch für physikalische Effekte, welche man mit anderen Zusammen experimentell erproben kann. In diese spannende Konzeption eingebunden sind neben naturwissenschaftlichen auch bewegungsorientierte wie musische und sprachwissenschaftliche Praxisangebote. Meist so ausgestaltet, dass über Bewegung und Spiel fachübergreifend und im Team gelernt werden kann. Im Rahmen von Evaluationen in Kooperation mit der Universität Köln (Räume als dritter Erzieher, Prof. Dr. Klaus Fischer) konnte belegt werden, dass dadurch eine erstaunlich hochmotivierte Lernbereitschaft bei Schülern entwickelt werden kann und sich Vandalismus deutlich eindämmen lässt. Mehr hierzu kann direkt bei den Initiatoren, der FFS, angefragt werden.

Referenzobjekte

Schulhofgestaltungen von 2014 bis Mitte 2016

Privatgymnasium Weinheim, Privatgymnasium St. Leon, Viernheim Bischöfliches Gymnasium Albertus Magnus, Schwetzingen Privatgymnasium, Bad Vilbel Georg-Büchner-Gymnasium, Herborn Gymnasium Johanneum, Darmstadt Viktoriaschule (Gymnasium), Hanau Gymnasium Hohe Landesschule, Haiger Johann-Textor-Gesamtschule, Bonn Bad Godesberg Gesamtschule, Butzbach Gesamtschule (IGS), Hungen Gesamtschule, Friedberg Adolf-Reichwein-Gesamtschule, Ehringshausen Gesamtschule, Wörrstadt Gesamtschule mit integrierter RS+, Nidda Mittelstufenschule, Dillenburg-Frohnhausen Grundschule, Dillenburg-Frohnhausen HS/RS, Dillenburg Roteberg-Grunschule, Georgsmarienhütte Antoniusschule, Georgsmarienhütte Grundschule Harderberg, Georgsmarienhütte Dröpergrundschule, Haiger Mittelpunktgrundschule, Kenzingen Grundschule, Niddatal Geschwister-Scholl-Schule, Butzbach Pohl-Göns Mittelpunktschule, Echzell Grundschule, Erfurt Albert-Schweitzer-Gymnasium (Wettbewerbsberatung).

Kindergartenfreibereiche von 2014 bis Mitte 2016

Kaarst Familienzentrum, Köln Pantaleon, Mörfelden Städt. KiTa Nordring, Nidda JMS, Nidda ODS, Nidderau Allee Mitte, Bad Nauheim Kita an der Stadtkirche, Bad Orb Kath. Kita, Eisingen Kath. Kita, Mainz St. Bernhard, Mainz St. Franziska, Gundelsheim Städt. KiTa, Langen Städt. Kita, Hüffenhardt Gemeindekindergarten, Ahlen Integrat. KiTa, Luxemburg Mertert,

Mehrgenerationenparks

Georgsmarienhütte Antoniuspark, Biedenkopf Badgelände, Haiger Steigplatz, Idstein Wörsbachaue, Bürgerpark Jossgrund, Birstein Fischborn – Weg des Wassers, Georgsmarienhütte Antoniuspark Stuttgart Wilhelma Wasserspielbereich, Bad Kreuznach Viktoriastift, Georgsmarienhütte Städtebauliches Konzept Harderberg, Mörfelden-Walldorf Europäisches Buddhistisches Zentrum, Burg Starnberger See – Jugendburg (inkl. Innenraumkonzeption).

Das zu Ihrer freundlichen Einschätzung, dass für uns und unsere 11 engagierten MitarbeiterInnen Entfernungen zu unseren Partnern keine Rolle spielen.

S.I.G.N.A.L.S. – ein Forschungsvorhaben von besonderer Bedeutung

Aktuell und eingebunden in ein Europaprojekt (SIGNALS) haben wir die Ehre, in Kooperation mit der Universität Köln, Deutschland mit unserem naturnah ausgerichteten Konzept, das kooperativ entwickelt wird, zu vertreten. Es nehmen daran 7 europäische Länder teil. Für die praktische Umsetzung konnten wir den Caritasverband e. V. Kreis Olpe gewinnen. Die Sektion Deutschland hat 2014 mit dem Beteiligungsverfahren begonnen. Es steht inzwischen kurz vor dem Abschluss. Als Forschungsvorhaben steht diesem Projekt eine komplett zu sanierende Kindertagesstätte mit Integrationskindern zur Verfügung. Dort werden konzeptionell der Außenraum naturnah gestaltet und die Innenräume aus neuer pädagogischer sowie lernfördernder Sichtweise umgestaltet. Für das FFS Team eine tolle Herausforderung! Beide Konzeptionen (innen und außen) wurden übrigens bei der Konzeptvorstellung vom Landeswohlfahrtsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Innovation und Modellprojekt bezeichnet.

Besondere Wettbewerbserfolge

Hinweisen dürfen wir auch auf beachtliche Wettbewerbserfolge, die sich mit Fragen der kindlichen Entwicklung und mit generationsübergreifenden Parkanlagen, verbunden mit Beteiligungsverfahren sowie sozial determinierten Kunstspielobjekten beschäftigt haben. So den Bundeswettbewerbserfolg „Soziale Stadt 2002“. Einen ersten Architekturpreis anlässlich eines Bürgerprojekts im Rahmen der EXPO 2000, den Bundeswettbewerb für den Modellspielbereich der BUGA Cottbus. Die Freianlage erhielt für die Umsetzung eine Goldmedaille. Weiter hat der ADAC dem Team der FFS den ersten überhaupt vergebenen Innovationspreis für ein Tourismusprojekt verliehen. Dann dürfen wir den in Fachkreisen beachteten Wettbewerbserfolg „Die sichere Schulpause“ erwähnen, bei dem die ersten 8 von 10 vergebenen Preise an Partner der FFS vergeben wurden. Ein Novum für eine Planungsgruppe. Auslober war die Unfallkasse Hessen und Fraport. Dann gingen die ersten 3 Preise beim Wettbewerb „Wohnen mit Kindern“ ebenfalls an Partner der FFS. Auch der Wettbewerb „Mehr Bewegungsraum für Kinder“ war für uns ein toller Erfolg, da alle 10 Preise die vergeben wurden aus dem Planungsbüro der FFS stammten. Im Stadtwettbewerb in Hanau konnten wir uns gegen starke Konkurrenz zum dortigen Bürgerpark durchsetzen. Die Liste von Einzelwettbewerbserfolgen lässt sich ausdehnen. Über alle Erfolge gegen Mitbewerber sind wir stolz. Sie spornen an und wir suchen ständig neue Herausforderungen. So derzeit bei einem extrem schwierigen Hanggelände in Georgsmarienhütte (Niedersachsen), bei der Evangelischen Kindertagesstätte 3Freunde und bei einem Pilotprojekt in Kaarst, ebenfalls einer Kindertagesstätte, wo erstmals das Thema Inklusion für sozial auffällige Kinder in Überlegungen bei der Freiraumgestaltung einbezogen wurden. Es war die Vorgabe von mehreren Landesministerien. Die KiTa 3Freunde ist inzwischen erfolgreich umgesetzt worden. Ganz aktuell ist unser Wettbewerbserfolg Stadtumbau Stadt Idstein, Freiflächengestaltung Wörsbachaue und Verbindungsband (Juni 2016). Ein Projekt mit aktiver Bürgerbeteiligung. Gleiches gilt für das Städtebauprojekt in Heidenheim a. d. B., bei dem der Ostplatz und seine Umgebung Planungsgegenstand ist. Partner neben der Stadt Heidenheim a. d. B. ist die Wohnungsbaugesellschaft Wüstenrot.

Lehrauftrag und wissenschaftliche Mitarbeit / Bildungszentrum in der FFS

Wir sind sicher, dass diese hier aufgezählten Planungserfolge nur möglich waren, weil wir in unsere Fachplanungen stets auch abgesicherte Inhalte aus der aktuell geführten generationsübergreifenden Diskussion und der Lernforschung einbringen und uns hierbei im Rahmen einer Gastdozentur an der Universität Köln (Prof. Dr. Klaus Fischer, Dept. Heilpädagogik und Rehabilitation, Lehrstuhl Bewegungserziehung) ständig durch Lehraufträge weiterentwickeln. Das gilt auch für die wissenschaftliche Mitarbeit an der Universität Köln, welche die Leiterin der Planungsabteilung der FFS zum Thema „Frühe Kindheit“ belegt. Aktuell wurde eine Gastvorlesung für das kommende Wintersemester (2017 / 2018) von der Hochschule Geisenheim University angefragt (Frau Prof. Dr. Constanze A. Petrow).

Hinzu kommt, dass es angegliedert an die FFS ein Bildungszentrum gibt (BzH). Dadurch halten wir engen praxisorientierten Kontakt zu pädagogischen Teams, tauschen uns aus und zertifizieren diese Bildungshäuser, Krippen, Kindergärten, Kindertagesstätten sowie Grundschulen zur Kindergarten- bzw. GrundschulUNI®. Diese Fortbildung wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt nach § 4 Nr. 21 a) bb) USTG von der Umsatzsteuer befreit. Kinderhäuser mit diesem Zertifikat machen deutlich, dass sie auf hohem Niveau und fachübergreifend arbeiten. Das hat man auch beim Bildungsministerium in Luxemburg erkannt und uns an die Service Technique Infopla asbl empfohlen. Anfang Juni 2015 wurden wir von dort zu einem Vortrag und Fachaustausch vor hochkarätigem Fachpublikum gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Fischer und dem Leiter des dortigen TÜV (Luxcontrol) Herr Yves Marchal eingeladen. Das gilt auch für die Teilnahme beim 10. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ im März 2016. Dort stellten wir das Thema „Bildungsstadt“ vor. Inhaltlich geht es um innovative und sinnlich anregende Raumgestaltungen die bilden. Inzwischen ist dieser Ansatz anerkannt und wird als weicher Standortfaktor im öffentlichen Raum vorgetragen.

Aktuell wurde unser Fortbildungsangebot Kindergarten- und GrundschulUNI ® ausgeweitet und als Inhouse-Veranstaltung fortgeschrieben. Die Referenzergebnisse belegen, dass wir auch hier auf dem richtigen Weg sind und so neben der Theorie auch individuelle und praktische Planungsaussagen vor Ort treffen können.

Auch ein spezielles Beratungsangebot für Eltern im Rahmen einer Tagesfortbildung im BzH (Bildungszentrum Hohenahr) wird inzwischen genutzt. Hier wird Eltern deutlich gemacht was Kinder für eine gesunde und nachhaltige Entwicklung brauchen und vor allem nicht brauchen. Inhalte wie Narzissmus, Hygiene, Ernährung, Lernförderung, Bewegung, Risikokompetenz und unter anderem Sozialkompetenz werden an Fallbeispielen aufgezeigt und konkretisiert.

Publikationen

Publizistisch waren und sind wir ebenfalls aktiv. Mehrere Fachbücher wurden geschrieben. In Fachzeitschriften wird immer wieder publiziert, wissenschaftliche Arbeiten begleitet und an Konzepten evaluiert. Zuletzt die Bachelor-Thesis „Kinder- und Jugendbeteiligung in Kommunen mit dem Thema „Welt-Raum-Forscher“ von Frau Sarah Leistenschneider, Landschaftsarchitektur WS 2015/16 Geisenheim.

Aktuell schreiben wir an einem Fachbuch, das sich mit innovativer Schulhofgestaltung beschäftigt. Es erscheint in 2017. Hier bieten wir unser gesamtes Wissen an und motivieren andere Planungsbüros und Interessierte sich fachübergreifend und nicht auf die Landschaftsarchitektur alleine bezogen zu orientieren. Weiter wird 2017 eine Publikation in Kooperation mit der Universität Köln (Prof. Dr. Klaus Fischer) zum Thema „Freiräume als Entwicklungs- und Lernräume in Kindertagesstätten und Krippen“ fertig gestellt sein. Auftraggeber ist das Bildungsministerium in Luxemburg.

Adresse

Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS)
Birkenweg 1
35644 Hohenahr-Altenkirchen

Kontakt

Tel.: 06444 / 93 14 - 0
Fax.: 06444 / 93 14 - 10
info@ffs-hohenahr.de

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