Spielplätze

Mit dieser Aufgabenstellung hat sich das Team der FFS konstituiert. Die Wurzeln hierzu liegen im Jahre 1979, als wir damit begannen bundesweit Kinderspielplätze zu analysieren und hierfür alternative Konzepte zu entwerfen. Als Grundlage hierfür dienten damals die vorliegenden Spieltheorien und eine Vielzahl von untersuchten Kinderspielplätzen im Rahmen einer Feldforschung, welche durch die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg begleitet wurde (Prof. Dr. Manfred Tripps). Daraus entwickelte sich das heute in Fachkreisen anerkannte und sowohl in Schulen als in Kindergärten immer mehr geforderte naturnahe Außenraumkonzept. Den aktuellen Höhepunkt erleben wir derzeit als FFS Team, indem wir aufgefordert wurden im Rahmen des europäischen Projektes S.I.G.N.A.L.S. Deutschland mit unserer Methode der Bürgerbeteiligung und der naturnahen Konzeption vertreten zu dürfen (2016). Das in Kooperation mit der Universität Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Klaus Fischer). Es nehmen an diesem Projekt sieben Nationen teil. Ein wesentlicher Grund für diese Ehre liegt sicherlich auch daran, dass wir uns fachübergreifend mit dem Thema beschäftigen und wir unsere Planungen nahezu ausschließlich im Rahmen von umfassenden Bürgerbeteiligungen entwickeln und in Teilen auch fachlich begleitet umsetzen.

Werden wir beauftragt Öffentliche Spielräume (Spielplätze) zu planen, erfolgt das wie bereits erwähnt im Rahmen von fachlich angeleiteten Bürgerbeteiligungen. Dadurch wird für den Auftraggeber gewährleistet, dass die Wünsche und Interessen der künftigen Nutzer auch berücksichtigt werden. Diese Kompetenz, mit Bürgerinnen und Bürgern – Jung und Alt – ins Gespräch zu kommen, gelingt durch unsere große Erfahrung und die wissenschaftlichen Hintergründe welche vom Team der FFS eingebracht werden. Aktuell und letztmalig bewiesen im Bürgerprojekt Wörsbachaue in Idstein (September bis November 2016).

 

Soll es um einen klassischen Kinderspielplatz gehen, versuchen wir deutlich zu machen, dass auch hier Erwachsene mit angesprochen werden. Zudem planen wir naturnah und reduzieren dabei das Spielgeräteangebot, da es in diesen naturverbundenen Konzeptionen eine Menge Alternativen gibt, welche neben dem weitaus höheren Spielwert auch als nachhaltiger eingestuft werden können. Diejenigen Spielgeräte, welche im FFS Konzept Anwendung finden, sind eingebettet in Gestaltungsbereiche. Die Auswahl erfolgt, indem der sozialintegrative Aspekt im Vordergrund steht. Gemeint ist damit, dass ein Miteinander im Spiel gefördert wird. Sandkisten tauschen wir demnach aus durch eine Sandlandschaft und integriertem Wasserspielbereich, Kletterobjekte durch ein Plateau oder Terrassierung, auf denen Natursteine zum Beklettern positioniert werden, Pflanzen welche Räume gliedern und Kommunikationsnischen, die zur Begegnung einladen. Das als einige Beispiele, welche deutlich machen wollen, dass ein Kinderspielplatz nicht nur aus Spielgeräten von der Stange bestehen muss. Dabei ist es für das Team der FFS selbstverständlich, alle DIN EN Bestimmungeneinzuhalten und die Verkehrssicherheit, aber auch einen reduzierten Pflegeaufwand zu gewährleisten.

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Birkenweg 1
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