Bürgerbeteiligung der FFS

Betrachtet man die breit angelegten Planungs- und Wettbewerbserfolge der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS), kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass es sich hier um geballte Kompetenzen handeln muss. Das nicht nur durch eine jahrzehntelange praktische Erfahrung im Rahmen von Bürgerbeteiligungsmodellen und der Einbindung aktueller fachübergreifender wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Soziologie, Entwicklungspsychologie, Sport- und Erziehungswissenschaft, Neurobiologie, Lernforschung, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur. Maßgeblich dabei war die aktive Einbindung der Menschen, um die es in der Aufgabenstellung der Planungen ging. Also praktische und gelebte Bürgerbeteiligung. Das drückt sich in dem vom Team der FFS entwickelten Schaubild aus, das die anzusprechenden Aspekte der, von der FFS favorisierten Bürgerbeteiligung im gemeinsamen Planungsgeschehen verdeutlicht.

 

Bis heute gilt, dass sowohl inhaltlich als auch methodisch, diese Vorgehensweise der Bürgerbeteiligung noch immer als einmalig in Deutschland und dem benachbarten Ausland zu werten ist. In der Regel kommen zwei besonders geschulte und erfahrene Mitarbeiter der FFS in die Einrichtung. Sie sehen sich als „Handwerker“, Berater und lenken die Moderation professionell. Am Ende der Planerrunde steht eine Konzeption in Vorentwurfsqualität, die Konsens bei allen im Rahmen der Bürgerbeteiligung gefunden hat. Garantiert!

Sehr früh hat das Team der FFS erkannt, dass ein effektives Planungsergebnis nur dann entsteht, wenn man nicht am „Grünen Tisch“ sondern offen mit den Betroffenen über aktive Bürgerbeteiligung ins Gespräch kommt. Das setzt viel Erfahrung und Kompetenzen voraus. Es verlangt die Bereitschaft so zu moderieren und Meinungen zuzulassen, die nicht immer konform mit den eigenen Vorstellungen in Einklang stehen. Andererseits bedarf es einer enormen Kreativität und Fachkenntnis der Moderatoren, damit im Prozess die entsprechenden Alternativen gefunden werden, die konsenswürdig sind. Hinzu kommt, dass stets auch auf emotionale Belange eingegangen werden kann und nichts beleidigend für den Einzelnen wirkt. Das gilt auch für diejenigen Akteure innerhalb einer Bürgerbeteiligung, die sich aus fachlicher Sicht nicht ausreichend artikulieren können. Die Moderatoren nehmen auf, suchen nach Konsenslösungen, steuern und vermitteln Möglichkeiten, die den Kern der Wünsche betreffen. Stets unter machbaren Lösungen und den wirtschaftlichen Vorgaben des Auftraggebers.

Es gibt aber neben der zunehmend immer mehr geforderten Bürgerbeteiligung auch noch einen interessanten wirtschaftlichen Aspekt, sich auf eine solche Methode einzulassen. Durch das Beteiligungsmodell der Planerrunde vor Ort, erreicht man konsensfähige Ergebnisse in überschaubarer Zeit. Zudem die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger während dem Planungsprozess und danach in der Bauphase, sich aber auch nach Fertigstellung verantwortlich einzubringen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, wenn es um die soziale Kontrolle und Identifikation geht.

Eine von der FFS entwickelte und inzwischen vielfach evaluierte Methode der Bürgerbeteiligung, die Planerrunde vor Ort (PL), hat sich als besonders geeignet herausgestellt. Sie kann praktisch, wenngleich jeweils für die Aufgabenstellung modifiziert, nahezu überall eingesetzt werden. Nach entsprechender Vorbereitung, der Vorlage eines aktuellen Bestandsplanes, einer Fotodokumentation nebst formulierter Zielsetzungen, reicht in der Regel ein Planertag aus. Um bei den beteiligten Akteuren Konsens herzustellen, beginnt man mit einer Power-Point-Bilddokumentation, die sich auf die Aufgabe individuell einstellt. Das ist möglich, weil das Team der FFS auf weit über Hundert verschiedene Bürgerbeteiligungsprojekte zurück greifen kann. Demnach wird die Zusammenfassung der Aufgabenstellung im Kindergarten oder Schulbereich anders dargestellt wie zum Beispiel bei Mehrgenerationenparks oder naturnah ausgerichteten Spielräumen. Durch eine solche Präsentation mit entsprechenden fachübergreifenden Kommentaren gelingt es untereinander einen gewissen Wissensstand zu erreichen. Der zweite Schritt nach einer gemeinsamen Mittagspause, beschäftigt sich konkret mit dem Freiraum. Es werden nun Erfahrungen untereinander ausgetauscht und gesammelt. Wünsche und Ziele formuliert und diese auf Machbarkeit überprüft. Dieser Prozess wird so lange fortgeführt, dabei auch Alternativen diskutiert, bis Konsens bei allen Beteiligten gegeben ist. Der dritte Schritt versucht nun, die gemeinsam gefundenen Ideen im Raum zu verorten. Das kann vor Ort oder grafisch auf einem vorbereiteten Plan, der lediglich des Iststand beinhaltet, erfolgen.

Mit diesem Ergebnis geht die Moderation ins technische Büro der FFS und lässt einen fachlich fundierten Plan erstellen. Dieser berücksichtigt alle DIN EN Bedingungen, Überlegungen was die künftige Pflege anbelangt, Sofern erforderlich Bedingungen der Feuerwehr, das bedeutsame Thema der Verkehrssicherheit sowie technische und wirtschaftliche Fragen für die künftige Umsetzung. Neben dem farblich angelegten Plan mit Projektbericht wird zudem noch eine Kostenschätzung erstellt. Geht es um geplante Stufenprojekte oder einen Masterpaln werden die jeweiligen Bausteine gerechnet und alles zusammen sowohl digital als auch in Papierform gebunden dem Auftraggeber übergeben. Wünscht man noch einmal eine persönliche Erläuterung der Kkonzeption aus der Bürgerbeteiligung oder Vorstellung in politischen gremien, kann das als Sonderleistung angeboten werden.

Bürgerbeteiligungsmodelle der FFS sind nach § 4 Nr. 21a) bb) UStG vom Regierungspräsidium Darmstadt von der Umsatzsteuer befreit. Ein sicherlich wirtschaftlich interessanter Aspekt. Hinzu kommt, dass allen am Prozess der Bürgerbeteiligung aktiv beteiligten Akteure auch noch ein Zertifikat ausgestellt wird und so für jeden Einzelnen sichtbar wird, sich engagiert in ein solches Projekt eingebracht zu haben.

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